Fragen & Antworten

Viele Fragen hören wir öfter und haben sie deshalb einfach mal notiert:

Wie funktioniert das bei euch genau? Wo bekommt ihr eure Lebensmittel her?

Wir erhalten sie als Spende von verschiedenen Betrieben, Märkten und Bäckereien. 
Viele Lebensmittel, die kleine Makel aufweisen, ein paar Druckstellen haben, nicht der Norm entsprechen oder bei Ladenschluss nicht verkauft wurden, landen in der Tonne, obwohl sie noch absolut genießbar sind. Auch Essen, welches ein (fast) erreichtes Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) aufweist, muss aus den Läden weichen. Dabei ist das MHD nur ein kleiner Wichtigtuer, den man durchaus noch länger ignorieren kann und auf den man nicht sofort hören muss. Wie heißt es so schön? „Mindestens haltbar bis“ und nicht „sofort tödlich ab“!

Warum sind die Märkte denn bereit, euch die Lebensmittel zu spenden?

Weil es auch den Märkten selbst ein Dorn im Auge ist, so viel wegwerfen zu müssen. Auch ihnen tut das leid. Der Kunde entscheidet, was er kauft und was er liegen lässt. Dabei wird meist das Beste ausgesucht und alles andere bleibt liegen.

Es hat aber auch noch ganz andere Gründe: Die Märkte sparen durch uns Müllentsorgungskosten und Arbeit. Wir vom Gemüse-Netzwerk holen alles ab, sortieren die Ware daheim und entsorgen privat, was wirklich Keinem mehr angeboten werden kann. Da ist eine braune, gelbe und blaue Tonne ruckzuck voll. Wir sind zuverlässig, regional und transparent...das unterstützt man gerne.

Seid ihr eine Konkurrenz zur Tafel?

 Keineswegs! Wir sehen uns als Ergänzung zur Tafel, wir „stopfen Löcher“.

 Wir holen die Lebensmittel bei den Märkten an den Tagen ab, an denen die Tafel nicht kommt. Da bleibt immer noch sehr viel übrig und würde im Müll landen.

 Außerdem hat die Tafel nicht durchgehend im Jahr geöffnet und in den Pause-Wochen springen wir ein und holen die Waren ersatzweise ab.

 Die Märkte sind informiert, dass wir nur das erhalten wollen, was nicht für die Tafel vorgesehen ist und sonst weggeworfen werden würde.
Wir stehen im regelmäßigen Kontakt zur Tafel Riedstadt und Groß-Gerau und stimmen uns ab. Wir pflegen ein gutes Verhältnis und sehen uns keineswegs als Konkurrenz, sondern als Partner.



Was unterscheidet euch von der Tafel?

Wir sind ein Verein, dessen Mitglieder sich entschieden haben, in ihrer Freizeit Lebensmittel zu retten und diese an Stellen zu bringen, wo sie gebraucht werden oder wo man sich darüber freut. 

Wir versuchen unter anderem Menschen zu erreichen, die aus verschiedenen Gründen das Angebot der Tafel nicht wahrnehmen können, sei es z.B. aus Scham oder aus mangelnder Mobilität. Hier seien besonders Senioren und Menschen mit Behinderungen benannt, die uns am Herzen liegen. 
Bei uns ist im Gegensatz zur Tafel kein Nachweis einer Bedürftigkeit nötig,
es kann jeder kommen, ob arm oder reich...
Außerdem bringen wir als eine Art Lieferservice die Lebensmittel zu Institutionen, die sie gut verwenden können, setzen uns aktiv gegen die Lebensmittelverschwendung ein und informieren darüber.


Ich komme lieber nicht zu euch, sonst nehme ich anderen, die es brauchen können, noch etwas weg...

Falsch gedacht! Genau diese  Herangehensweise verhindert nämlich, dass Menschen kommen, die es brauchen.
Wenn diejenigen als "bedürftig" stigmatisiert werden, die zu uns kommen, bleiben sie lieber weg. Schließen sich jedoch alle zusammen, egal ob arm oder reich, und retten bei uns gemeinsam Lebensmittel, können auch Bedürftige "ungesehen" etwas mitnehmen, ohne abgestempelt zu werden.
Also kommen Sie bitte zu uns, bringen Sie jemanden mit, setzen Sie ein Zeichen und empfehlen Sie uns weiter! Auch wenn Sie nur eine Kleinigkeit mitnehmen, helfen Sie dadurch uns und anderen!



"Gemüse"-Netzwerk??? Holt ihr nur Gemüse aus den Betrieben ab?

Nein, natürlich nicht. Aber Obst und Gemüse ist das, was wir tatsächlich am meisten retten. Wir erhalten aber auch Backwaren und überhaupt alles, was die Märkte sonst noch an Lebensmitteln abzugeben haben. Auch Blumen und non-food-Artikel aller Art kommen vor.


Wart ihr nicht früher mal EfA-Essen für Alle?

Ja, das stimmt, einige von uns waren Mitgründer des Vereins "EfA". Aber nach einem Jahr Vereinstätigkeit haben wir uns nun ausgegliedert und sind für den Bereich Gernsheim, Biebesheim, Stockstadt und Riedstadt zuständig. 
EfA existiert weiterhin und betreut alles oberhalb Riedstadts im Kreis Groß-Gerau.

Es ändert sich für Sie nicht viel: Wir sind die gleichen Leute,
unsere Aufgaben und unsere Motivation sind unverändert. Sie müssen sich lediglich an den neuen Namen im südlichen Bereich gewöhnen und unser Vereinssitz ist nun Gernsheim.